Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen
Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V.

Schöffentag 2014 in Hannover 

                                      A. Niewisch-Lennartz    H. Minthe    R. Süßmuth  

5. Schöffentag Niedersachsen/Bremen in Hannover mit Teilnahmerekord
„Der Beratungs- und Fortbildungsbedarf der ehrenamtlichen Richter ist riesig.“ Diese Feststellung traf Hildegard Minthe, Vorsitzende des Schöffenverbandes Niedersachsen/Bremen, am Ende des diesjährigen Schöffentages. Begeistert war sie vom Engagement und Interesse der Schöffinnen und Schöffen. „Wir schweben auf einer Wolke der Glückseligkeit“, sagte sie angesichts der mehr als 140 ehrenamtlichen Richter und Richterinnen am 20.September in der hannoverschen
Volkshochschule.

Ihren „aufrichtigen Dank“ übermittelte die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz für die Einsatzbereitschaft der Schöffinnen und Schöffen. Auch dem Schöffenverband versprach die Ministerin in jeglicher Hinsicht Unterstützung. 

Das komplette Grußwort von Justiz-Ministerin Antje Niewisch-Lennartz lesen Sie hier.

 

Die hannoversche Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann gab die Zusage, dass auch künftig die Volkshochschul-Kursangebote für die Schulung und Fortbildung der ehrenamtlichen Richter in Hannover kostenlos sein werden.   

Auch der Vorsitzende des Rechtsausschusses des niedersächsischen Landtags, Stefan Politze, betonte seine hohe Wertschätzung der Arbeit der Schöffen und des Verbandes, verwies aber gleichzeitig auf den Nachbesserungsbedarf beim Verfahren für die Auswahl der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter.


Die Hauptrednerin des 5. Schöffentags, Prof. Dr. Rita Süßmuth, sieht die Zusammenarbeit zwischen Berufs- und Laienrichtern als ein gegenseitiges Lernfeld. So unverzichtbar die Beteiligung der Schöffinnen und Schöffen an der Rechtsprechung ist, so unverzichtbar ist gleichzeitig die Erfahrung, die aus dieser Beteiligung gewonnen wird.  

Wenn der Einsatz der Schöffinnen und Schöffen von einem Teil der Justiz in Frage gestellt wird, müsse hier deutliche Überzeugungsarbeit geleistet werden: „In Demokratien brauchen Entscheidungsprozesse ihre Zeit, nur Diktaturen sind schnell.“ Mit deutlichen Worten appellierte sie auch an die Politik, den Schöffinnen und Schöffen die angemessene Wertschätzung entgegenzubringen: „In Sonntagsreden ja, aber wir ziehen keine Konsequenzen“, kommentierte Süßmuth die faktisch geringe Unterstützung. 

Der Informationsbedarf der anwesenden Schöffinnen und Schöffen zeigte sich in der Fülle von Fragen, die formuliert wurden. Der ehemalige Vorsitzende des niedersächsischen Richterbundes Andreas Kreutzer konnte viele Antworten geben. Mit deutlichen Worten forderte er die Anwesenden auf, die Verantwortung ihres Amtes ernst zu nehmen: „Bleiben Sie auf Augenhöhe mit den Berufsrichtern, lassen Sie sich nicht einschüchtern“. 

Der 6. Schöffentag wird 2015 in Bremen stattfinden.

 

Der Schöffentag in der Presse 

Bereits am 20.September wurde eine Pressemitteilung der Justizministerin veröffentlicht, die Sie hier finden.  

Die Pressemitteilung des Schöffenverbandes finden Sie hier 

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete am 22.09. 2014 über die Veranstaltung. Hier finden Sie den Bericht.

   

Zusammenschnitt aus dem Hauptreferat: 

 

 

Impressionen des Schöffentages: